Am 17.6.1844 suchte der Gemeindevorstand und der Oberdorfer Johann Plattner um eine Gewerbeberechtigung als Schmiede an. Begründung: „Am Weißensee gibt es bis dato nur die einzige berechtigte Neusacher Schmiede bei einem Seelenstand von 528 Personen aus 8 Ortschaften und aus 78 Wohnstätten. Die Ortschaften sind äußerst zerstreut und in sehr weiter Entfernung von einander. Dieser einzige Schmied ist nicht im Stande, das Publicum mit seinem nothwendigen Bedarf zu decken und zufrieden zu stellen.“
Johann Plattner, Oberdorf 10, hatte sich bereit erklärt seine bisherige Hausschmiede herzustellen und in eine öffentliche Schmiede umzugestalten.
Am 18. Dezember 1844 bestätigte mittels Empfangsschein Michael Nageler, Schmied in Neusach, dass er verständigt wurde, dass dem Johann Plattner das Hufschmiedgewerbe verliehen wird.
Michael Nageler wurde 1815 in Hochegg beim vlg Staber geboren. Er arbeitete als Schmiedgeselle beim Maurer in der Gassen in Stockenboi als in Neusach beim Schmied der Schmiedemeister Christoph Kolbitsch im Jahr seiner Hochzeit 1834 an Typhus verstarb. Der 20jährige Michael wurde kurzerhand mit der Witwe verheiratet und so zum Schmiedemeister in Neusach 14.
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten