28. April 1783: Grundsteinlegung in Zöhrers Garten. Zimmermeister ist Christoph Stanitzer, Keuschler in Oberdorf 2. Er leitet den Bau zusammen mit Christoph Winkler/Moserwirt und Johann Zehrer, Techendorf 1. Sand wird auf der Schattseite geworfen, die meisten Steine kommen aus „der Gegend zwischen Techendorf und Neusach“. Die Schichten und Fuhren werden unentgeltlich durch die Bauern und Keuschler geleistet. Das Holz für den Boden und die Bänke wird aus dem „Gemeindewald am Ortsee“ geholt und vom Mößlacher z. T. kostenlos geschnitten. Die Dachbretter werden in Tscherniheim gekauft. Der Dachstuhl wird oberhalb des Weges auf Schulers Grund aufgestellt und dann auf die Mauer geschoben.
Am 12. Oktober 1783 findet die Einweihung des Bethauses statt. Der Festzug bewegt sich um 9 Uhr unter Regen vom Platz weg: zuerst die Jugend, dann „einige Singer“, die drei Prediger (Kurz von Fresach, Renner aus Watschig und Gotthardt), die Männer und dann die Frauen.
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten
Bild Michael Skihar, Kirche um 1905