Bis 1800 gab es nur Naggl 1 vlg Rader, Naggl 2 vlg Naggler, Naggl 3 vlg Keuschler/später Tischler und Naggl 4 vlg Liendl. Am Südufer das Gegenteil vom Nordufer, hier wird von Ost nach West nummeriert.
Naggl 5 vlg Auerkeusche, heute Mitterer. 1804 wird das erstemal die Auerkeusche in einem Geburtenbuch erwähnt als „Holzmeisterhütte Tscherniheim“, ein Kind des Franz Roll Holzmeisters aus der Kreutzen wird hier geboren. 1809 wird in Naggl der Sohn Jakob des Jakob Kavallar, eines Holzmeisters im Nagglerwald geboren. 1814 leben in der Auerkeusche Johann Draxl ein Holzknecht aus Weissenbach und seine Frau eine Neusacher Binter Tochter, die Urgroßeltern des Hauptmann Friedrich Drachsel. Sein Großvater Johann Draxl wird in Naggl geboren.
Ab 1820 wird dann auch die Hausnummer 5 verwendet bei der Geburt einer Tochter des Franz Roll. Um 1850 herum leben in Naggl 5 die Familien der Kinder von Ursula Draxl einer Oberdorfer Kranertochter. Der Großteil Arbeiter und Arbeiterinnen in der Glashütte Tscherniheim.
Erst um 1930 herum werden in Naggl noch weitere Häuser errichtet, Naggl 7 das Gasthaus Seehof bei der Schiffsanlegestelle, 1936 in Naggl 12 die Sommervilla des damaligen Bezirkshauptmannes von Wolfsberg Paul Kerschbaum.
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten