Der Privatsekretär des Patriarchen von Aquileja bereist mit einer Reisegruppe unter der Führung des Bischof von Udine in drei Reisen Osttirol, Kärnten, Krain und die ehemalige Mark an der Sann. Im Zuge dieser Reisen sollen Kirchen, Kapellen und Friedhöfe, die bei den Türkeneinfällen geschändet wurden, wieder eingeweiht werden. Santonino beschreibt diese Reisen, die in den Jahren 1485-87 stattfanden, die Landschaft und die Leute in den kleinsten Details und führt u.a. zu jedem Mahl, das serviert wurde, die Namen der Speisenden sowie die einzelnen Gänge an.
Seine Erzählungen schmückt er durchwegs mit intelligenten Beobachtungen und mit launischen Kommentaren aus. Insgesamt sind diese Berichte wertvolle, weil weitgehend wertfreie Quellen.
Quellen Uni Graz
Egger Rudolf Die Reisetagebücher Universitätsbibliothek Klagenfurt zum nachlesen https://ubdocs.aau.at/open/voll/altbestand/AC00411121.pdf
Aus der Chronik H.P. Sorgers: Im 15. Jhdt. übernahm die habsburgische Herrschaft Ortenburg die Regentschaft Oberkärntens. Bereits damals schrieb der Italiener Paolo Santonino, Sekretär des Patriarchen von Aquileja, einen umfassenden Reisebericht über dieses Land und erwähnte den „lacus albus“ (Weissensee), vor allem die ungewöhnlich großen Seeforellen, mit „hochlöblichen“ Worten. Santonino setzte sozusagen den ersten wegweisenden Schritt in Richtung Tourismus.
Am 4. November 1485 weihte der Bischof in Gatschach den neuen Altar der St. Martinskirche.
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten
Bild Michael Skihar Kirche in Gatschach