Jausenstation Meyer, Gasthof Seefriede
1928 wird der Kauf des Grundstückes in Neusach durch Hans Meyer (der Schreibname variiert von Meyer zu Maier) eingetragen. Er errichtet hier die Jausenstation Meyer, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Maria geb. Dovjak betreibt.
Hans Meyer wurde 1870 in Velden geboren, schon sein Vater Philibert und Großvater Josef Meyer waren Hafnermeister.
In der Kärntner Zeitung wird 1937 über eine seiner Auszeichnungen berichtet:
Auszeichnung des Hafnermeisters Hans Meyer. Über Antrag der Kärntner Hafnerzunft hat die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie dem über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten Kunstkeramiker und Hafnermeister Hans Meyer, welcher seit über sechs Monaten ans Krankenbett gefesselt ist, für seine besonderen Verdienste auf fachlichem und wirtschaftlichem Gebiete die silberne Medaille verliehen.
1937 stirbt Hans Meyers Gattin im Alter von 44 Jahren an einem Gehirnschlag.
Am 6.2.1938 stirbt Hans Meyer in Neusach 21 im 69. Lebensjahr an einer Herzschwäche. Kurz davor adoptierte er noch am Sterbebett die Tochter seines Cousins Ferdinand Wohlgemuth – Theresia Wohlgemuth, bekannt geworden am Weißensee als „Maier Resi“, die Wirtin vom Seefriede.
Aus einem Schreiben der Landeshauptmannschaft Kärnten in Klagenfurt vom 19. Feb. 1938:
„Laut Erlasses hat das Bezirksgericht in Greifenburg mit dem Beschlusse vom 7. Februar 1938 den Adoptionsvertrag, betreffend die Annahme des hier verzeichneten Kindes an Kindesstatt durch Johann Maier, Hafnermeister und Hausbesitzer in Neusach bestätigt.“
Am 8.2.1938 fand das Begräbnis Johann Meyers unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Beteiligung des Gesangsvereines am katholischen Friedhof in Gatschach statt.
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten