Die Anfänge am See

Erste historische Kunde aus dem Weißenseetal aus dem 11. Jh. als Fischer dem Hochstift Brixen übergeben wurden.

 

Die Grafen von Görz dürften wohl zunächst am Weißensee die wesentlichen Grundherren gewesen sein.

 

Im 12 Jhdt. verfügt das Kloster Millstatt in Kärnten über „das Gut Weßensee mit Kapelle“. Laut Dr. Knapp ist damit die Wurianhube, Freythoffer (beim Friedhof) mit der Gatschacher St. Martinskirche gemeint.

 

Im 13 Jh. werden im Güterverzeichnis der Herrschaft Greifenburg in Naggl 7 Untertanen verzeichnet. Einige davon unterstanden dem Kloster Arnoldstein bei Hermagor.

 

Später treten die Ortenburger, Stammsitz in Spittal, als zweites mächtiges Adelsgeschlecht auf. Territorium ein Teil von Techendorf, Gatschach, Oberdorf. Das landesfürstliche Gut Greifenburg vertreten vor allem in Oberdorf und Gatschach, umfaßt in Techendorf noch den Zöhrer und Moser.

 

Im 15. Jh. übernahm der St. Georgs-Ritterorden das Kloster Millstatt. Im Bereich von Neusach lagen damals 2 Landgüter.

 

Im 18. Jh. zinsten etliche Höfe in Oberdorf an das Erzbistum Salzburg, auch die Herrschaft Egg und der Herr von Zoppoth sind gering am Weißensee begütert.

 

Wechselnde Besitzverhältnisse und verschiedene Grundherrschaften machen daher eine genaue Zuordnung nicht immer einfach. Durch den Fischreichtum des Sees waren die Lehen sehr begehrt. Auch wurden Höfe geteilt, neue Huben entstanden. Keuschler sind erst später dazu gekommen. Laut Dr. Knapp wurde die Dichte der Besiedlung im Großen und Ganzen durch den Siedlungsausbau des 16. Jh. erreicht.

 

Aus dem Görzer Urbar 1380/81 und Görzer Lehenbuch 1455-1473

Lienhart zum Weissensee

Jörg Rot von den Weissensee

Eheim von Nakel und Lorens von Nakel

Urbar des Klosters Millstatt 1599 - Weissenseer

Michael Gräll, danach Martin Krall, ein Drittel von einer Huben Merth Gräll

Caspar Gasser, danach Hans und Mathes Gasser

Matthes Stampfer

Gilg Semelrock

Mathes Moser, danach Christan Moser

Petter Gilg

Adam Stanitzer

Adam Zerer

Georg Freythoffer

Stoff Hofmann

1770 wurde die Hausnummerierung von Kaiserin Maria Theresia eingeführt, wobei die Hausnummern nicht auf das Alter schließen lassen, nur darauf das zu der Zeit hier eine Hof oder ein Keuschler vorhanden waren.

 

Oberdorf 1-17, Gatschach 1-15, Techendorf 1-17, Neusach 1-14 und Naggl 1-4 waren also 1770 schon vorhanden.

 ©Heidi Fian

 

Quelle:  Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten 

 

 

 

Bild von Michael Skihar

Rechts St. Martinskirche, links daneben Freythoffer vlg Wurian Gatschach 7 und 8
rechts St. Martinskirche, links daneben Freythoffer vlg Wurian Gatschach 7 und 8