Die Bienenzucht am Weissensee war schon in früheren Jahrhunderten von Bedeutung.
Aus dem Buch von Prof. Dr. Vincenz Hartmann „Das Thal des Weissensee in Kärnten“ 1883
Die wichtigsten Erwerbsquellen der aus 560 Personen bestehenden, rechtschaffenen und fleißigen Bevölkerung des Seethales sind in erster Linie der Feldbau und die Viehzucht, namentlich Rindvieh- und Schafzucht, ferner die Zucht von Bienen, welche man hier Beivögel nennt, die Köhlerei und der Bretterhandel. Der Fischfang hat durch die Jahrzehnte lang getriebene Misswirtschaft seine Bedeutung eingebüßt und wird nur als Nebenerwerb von drei Fischern (Anmerkung Lilg vlg Jakober, Pichler vlg Untergasser, Walker vlg Nemest) meist während der Wintermonate geübt.
Von Industrialwerken sieht man außer drei Sägewerken, einer Hammerschmiede und einigen kleinen Mahlmühlen nichts.
Erwähnt in der Klagenfurter Zeitung 1883 von Rudolf Waizer
… und machte mich auf den Weg, der alsbald in strammer Steigung über den Kreuzberg auf den Glanz und die Grafenweger-Höhe führt. Gemächlich vorwärts klimmend, hatte sich mir ein fescher Bauernbursche, der Jakobsohn (Lilg vlg Jakober) von Neusach angeschlossen, der mit seinem Fuhrwerk nach Daheim trollte. Er kam vom Greifenburger Bahnhof, wohin er mehrere „Beinstöck“ (Bienenstöcke) transportiert hatte, welche auf die Heidenkost nach Unterkärnten geliefert wurden.
Der Junge war recht aufgeweckt und auch nicht mundfaul. Er erzählte mir von dem Treiben am Weißensee, auf dem sich in allen Jahreszeiten geschäftiges Leben entwickelt. …
1897 dann die offizielle Bescheinigung eines Bienenzuchtvereines am Weissensee
©Heidi Fian
Quelle: Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten