Wie die Namen wandern - Von einem Ende des Sees zum Andern

Westufer

Ein Beispiel Stanitzer. Der älteste Nachweis ist ein Vulgarname. Oberdorf 2 vlg Stanitzer, daraus wurde der „Gschnitzer“. Slawischen Ursprungs, bedeutet Wohnort, Einwohner.

 

Die ersten Stanitzer 1705 im Kirchenbuch Radlach zu finden. Beim Stanitzer hielt sich der Name bis 1871, da heiratete ein Nemest ein. Im selben Jahr heiratete der Stanitzersohn Christoph zum vlg Schluder Oberdorf 12. Heute das einzige Haus in der Gemeinde Weissensee, in dem der Schreibname Stanitzer noch erhalten geblieben ist.

 

Die beiden Lehrer und Schulleiter Christoph Stanitzer und Sohn Johann Stanitzer von Oberdorf 2 abstammend. Ab 1785 in der Wohnung im Schulhaus in Techendorf. Im Jahre 1877 errichtete Johann Stanitzer das Haus Gatschach 16 heute Hubmann. Die letzten Nachkommen am See Trafikantin Anna Stanitzer in Techendorf.

 

Ostufer

 

Eva Stanitzer eine uneheliche Tochter der Maria Stanitzer, Tochter des Lehrers, heiratete 1873 nach Weißenbach, Gemeinde Stockenboi den Besitzer der Fleißkeusche. Ihr unehelicher Sohn Christoph * 1865 heiratete in Zlan ebenfalls eine Weißenbacherin, die Karoline Sattlegger, übernahm die Keusche seines Stiefvaters und der Mutter und so wurde der Name Stanitzer in Stockenboi am Ostufer des Sees heimisch. Stanitzer betrieben dort einen Campingplatz in den 60er Jahren, eine Poststation und einen Gemischtwarenladen. Heute noch ist der Nachname Stanitzer auch in Stockenboi vorhanden.

 

©Heidi Fian

 

 

Quelle:  Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten

 

Kavallar, Stanitzer, Fleißkeusche
Links Stanitzer vlg Fleißkeusche Stockenboi, Kaufhaus und Post, Campingplatz rechts Kavallar
Stanitzer, Oberdorf 2, Gschnitzer
Ursprung aller Stanitzer Oberdorf 2 vlg Stanitzer heute "Gschnitzer" Bild von Michael Skihar