Techendorf 18 Schule 2. Teil

1878 übernahm Mathias Bader, Abstammung Treßdorf 17 vlg Geiger, die Schule in Techendorf bis 1890, dann wechselte er als Schulleiter nach Weißbriach. Lehrer Bader gründete 1880 die Feuerwehr Weißensee.

 

1890 wurde Adolf Lerch Oberlehrer für die nächsten 30 Jahre, vorher in Trebesing Lehrer, im östlichen Schlesien geboren. (1897 Herausgeber eines Tourismusbuches mit k.k.Förster Karl Schwab)

 

Sein Sohn Otto Adolf Lerch 1892 in Techendorf geboren, 1911 am k.k.Staatsrealgymnasium das Reifezeugnis mit Auszeichnung bestanden, fiel im 1. Weltkrieg 1914 in Russland. Seine beiden Töchter Olga und Hermine wurden ebenfalls Lehrerinnen. 1923 erhielt Adolf Lerch noch die Silberne Ehrennadel beim 30jährigen Gründungsfest des MGV als Gründer und langjähriger Sangwart. Kurz darauf starb er.

 

1893 in einem Zeitungsartikel: „In Techendorf ist eine gute Schule, von der man nur allgemein wünscht, daß sie zweiclassig wäre. Daß die Schule gut ist, beweist u.a. die Artigkeit, mit der die Schulkinder jedem Fremden begegnen.“

 

1906 wurde dann vom Bezirksschulrat über die 2. Lehrstelle in Techendorf entschieden.

 

1920 übernimmt nach Adolf Lerch als Schulleiter und Oberlehrer Edwin Winkler, geboren 1886 in Trebesing, Sohn des Georg Winkler. Zuerst Lehrer in Seeboden, wo er auch schon beim Gesangsverein mitwirkte und 1919 an der Bürgermeisterwahl beteiligt war. Am Weißensee übernahm er als Chorleiter 1920 den Gesangsverein. Er heiratete Karoline Kolbitsch vom vlg Kolbitsch Oberdorf 6, seitdem dort der Name Winkler.

 

Zwischen 1925 und 1934 wird als Zweitlehrerin Marie Oberlercher genannt, die auch als langjährige Chormeisterin des Männergesangsvereins in Zeitungen erwähnt wird. Marie Oberlercher, die Tochter des Paul Oberlercher, eines weltberühmten Geoplasten und Erbauer des Glocknerreliefs. Die Lehrer zur damaligen Zeit betreuten nebenbei auch als Schriftführer Vereine, beantworteten Gästeanfragen und arbeiteten im aufkommenden Tourismusamt mit.

 

1945 tritt Max Rindler geboren in Obervellach (1919-1998, Sohn eines Kunstgewerbemalers aus Innsbruck) die 2. Lehrstelle in Techendorf an. Er beeinflußt die musikalische Landschaft am Weißensee maßgeblich. Nach dem Tod Edwin Winklers 1951 übernimmt er die Schulleitung, seine Frau Helene hat auch unterrichtet. Max Rindler war bis 1959 Chorleiter des MGV und Gemischten Chores, bis er nach Landskron an die Hauptschule wechselte.

 

 

Es folgen Herr und Frau Mößlacher als Schulleiter und Lehrer.

©Heidi Fian

 

 

Quelle:  Michael Skihar - Alte Ansichten vom Weißensee in Kärnten

 

Schulhaus, Techendorf, Kirche

Lehrer Bader, Schule, Techendorf
Der Weissensee in Kärnten, Touristenkarte
1890, 1894, 1891, 1895, 1896, Unterkünfte